(Trinkwasserverordnung)
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Hygiene Gesetze und Verordnungen

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Anlage 4
(zu § 3)

Kenngrößen und Grenzwerte zur Beurteilung der Beschaffenheit des Trinkwasser

I. Sensorische Kenngrößen

Bezeichnung Grenzwert berechnet als zulässiger Fehler des Meßwertes festgelegtes Verfahren / Bemerkungen
.        
Färbung (spektraler Absorptionskoeff. Hg 436 nm) 0,5 m-1 - - Bestimmung des spektralen Absorptionskoeffizienten mit Spektralphotometer oder Filterphotometer
Trübung 1,5 Trübungseinheiten / Formazin - - Bestimmung der spektralen Streukoeffizienten
Geruchsschwellenwert 2 bei 12 0C
3 bei 25 0C
- - stufenweise Verdünnung mit geruchsfreiem Wasser und Prüfung auf Geruch

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II. Physikalisch- chemische Kenngrößen

 

Bezeichnung Grenzwert berechnet als zulässiger Fehler des Meßwertes festgelegtes Verfahren / Bemerkungen
.        
Temperatur 25 0C - ± 1 0C Grenzwert gilt nicht für erwärmtes Trinkwasser
pH-Wert nicht unter 6,5 und nicht über 9,5

a) bei metallischen oder zementhaltigen Werkstoffen, außer passiven Stählen, darf im pH-Bereich 6,5-8,0 der pH-Wert des abgegebenen Wassers nicht unter dem pH-Wert der Calciumcarbonat - Sättigung liegen;

b) bei Faserzement - Werkstoffen darf im pH-Bereich 6,5-9,5 der pH-Wert des abgegebenen Wassers nicht unter dem pH-Wert der Calciumcarbonat - Sättigung liegen

- ± 0,1 elektrometrische Messung mit Glaselektrode;

für Wasserversorgungs - Anlagen mit einer Abgabe bis 1000 m3 pro Jahr ist auch photometrische Messung zulässig;

der pH-Wert der Calciumcarbonat - Sättigung wird durch Berechnung bestimmt

Schwankungen des pH-Wertes des Wassers unter den pH-Wert der Calciumcarbonat - Sättigung bleiben bis zu 0,2 pH-Einheiten unberücksichtigt

Leitfähigkeit 2000 µS cm-1 - ± 100 µS cm-1 elektrometrische Messung
Oxidierbarkeit 5 mg/l O2 - maßanalytische Bestimmung der Oxidierbarkeit mittels Kaliumpermanganat / Kaliumpermanganat - Verbrauch

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III. Grenzwerte für chemische Stoffe

 

Bezeichnung Grenzwert mg/l berechnet als entsprechend etwa mmol/m3 zulässiger Fehler des Meßwertes ± mg/l festgelegtes Verfahren / Bemerkungen
.          
Aluminium 0,2 Al 7,5 0,04  
Ammonium 0,5 NH4+ 30 0,1 geogen bedingte Überschreitungen bleiben bis zu einem Grenzwert von 30 mg/l außer Betracht
Barium 1 Ba 7 0,2  
Bor 1 B 90 0,2  
Calcium 400 Ca 10000 40  
Chlorid 250 Cl 7000 25  
Eisen 0,2 Fe 3,5 0,01  
Kalium 12 K 300 0,5 geogen bedingte Überschreitungen bleiben bis zu einem Grenzwert von 50 mg/l außer Betracht
Kjeldahl - stickstoff 1 N 71    
Magnesium 50 Mg 2050 2 geogen bedingte Überschreitungen bleiben bis zu einem Grenzwert von 120 mg/l außer Betracht
Mangan 0,05 Mn 0,9 0,01  
Natrium 150 Na 6500 6  
Phenole 0,0005 Phenol C6H5OH 0,005   -ausgenommen natürliche Phenole, die nicht mit Chlor reagieren;

-ist eingehalten, wenn der Grenzwert der Anlage 4 Nr. 3 "Geruchsschwellen - wert" eingehalten wird

Phosphor 6,7 PO43- 70 0,1 Grenzwert entspricht 5 mg/l P2O5
Silber 0,01 Ag 0,1 0,004 bei Zugabe von Silber oder Silber - verbindungen für die Aufbereitung von Trinkwasser gilt Anlage 3 Nr-. 4
Sulfat 240 SO42- 2500 5 geogen bedingte Überschreitungen bleiben bis zu einem Grenzwert von 500 mg/l außer Betracht
Gelöste oder emulgierte Kohlenwasser - stoffe; Mineralöle 0,01     0,005  
Mit Chloroform extrahierbare Stoffe 1 Abdampf - Rückstand     ist eingehalten, wenn der Grenzwert der Anlage 4 Nr. 7 "Oxidierbarkeit" eingehalten wird
Oberflächen aktive Stoffe

a) anionische

b) nichtionische

0,2 a) Methylen - blau aktive Substanz

b) Bismut - aktive Substanz

  0,1 a) Bestimmung anionischer Tenside mittels Methylenblau gegen Dodecylbenzol - sulfonsäure - methylester als Standart

b) Bestimmung nichtionischer Tenside mit modifiziertem Dragendorff - Reagenz gegen Nonylphenol - dekeathoxylat

 

  

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