Antrax
|
|
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Ende dieser Seite steht ein Merkblatt des Robert Koch-Institutes für Sie zum Download bereit, mit dem Sie sich und gegebenenfalls Ihr Hausarzt ausführlicher informieren können.
Diese Kurzinformation soll dazu dienen, Ihnen Verhaltensweisen für die nächsten vier Tage darzustellen, bis nach Untersuchung des verdächtigen Materials (hoffentlich) Entwarnung gegeben werden kann.
Sie sind privat oder beruflich mit einem Material/Pulver/Staub in Kontakt gekommen, das möglicherweise Dauerformen (sogenannte Sporen) des Mildbrandbacillus enthält. Dies kann durch Hautkontakt, Verschlucken oder Einatmen geschehen sein. Bis zum Abschluss der Materialuntersuchung gelten Sie als potentiell exponiert, d.h. als möglicherweise Milzbranderregern ausgesetzt.
Die Zeit zwischen einer möglichen Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung mit entsprechenden Krankheitszeichen (Symptomen) nennt man Inkubationszeit. Sie kann zwischen 1 bis 7 Tagen (gelegentlich bis zu 60 Tagen nach Einatmen von Sporen) dauern. Wie eingangs gesagt, wissen wir aber nach spätestens vier Tagen, woran wir sind.
Die verschiedenen Krankheitszeichen bei Haut-, Lungen- und Darmmilzbrand entnehmen Sie bitte dem angefügten Merkblatt. Beim Auftreten von Atembeschwerden oder Fieber sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen und das Gesundheitsamt verständigen.
Wichtig für Sie und Ihre Umgebung ist, dass
eine direkte Milzbrandübertragung von Mensch zu Mensch in aller Regel nicht stattfindet
eine Quarantäne (Absonderung) exponierter (ausgesetzter) oder erkrankter Personen nicht notwendig ist
Sie vorläufig Ihren Alltagsbeschäftigungen weiter nachgehen können
gegebenenfalls eine vorbeugende als auch heilende Behandlung mit bestimmten Antibiotika möglich ist.
Wir empfehlen, sich
zum nächstmöglichen Zeitpunkt ausgiebig zu duschen.
Für die nächsten vier Tage gilt:
Bitte bleiben Sie erreichbar
Warten Sie ab und beobachten Sie, ob die beschriebenen Krankheitszeichen auftreten
Lassen Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Hausarzt kontrollieren
Solange Sie nur als potentiell exponiert gelten, sollte in der Regel nicht prophylaktisch (vorbeugend) mit Antibiotika behandelt werden,
bis Entwarnung gegeben werden kann. Sie werden auf jeden Fall sobald wie möglich vom Ergebnis der Materialuntersuchung informiert. Selbstverständlich können Sie sich auch selbst beim Gesundheitsamt erkundigen.
Sofern labordiagnostisch Milzbranderreger nachgewiesen wurden, werden Sie unverzüglich über die weiteren Maßnahmen unterrichtet.
| zurück zum Seitenanfang |
| zurück zur Übersicht Milzbrand |
| zurück zu Infektionen A - Z |
| weiter zum Infektionsschutzgesetz |