Ausbruch
Legionellenerkrankungen bei Jugendlichen nach Zeltlager in Malaga/Spanien
Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz vom 20.Sep. 2002

Legionella pneumophila

Mindestens vier jugendliche Teilnehmer eines Zeltlagers in Malaga erkrankten an einer Legionelleninfektion, mehrere Verdachtsfälle wurden gemeldet. Der Reiseunternehmer Höffmann Reisen, Vechta hat alle Teilnehmer der letzten Zeltlager brieflich über das Auftreten legionellenbedingter Erkrankungen informiert und angeraten, sich bei grippeähnlichen Symptomen umgehend in ärztliche Behandlung zu begeben. Unter den insgesamt 6 Jugendgruppen befanden sich auch 439 Teilnehmer aus allen Regionen Bayerns.

Wenn Legionellen durch Einatmen bakterienhaltigen Wassers als Aerosol in den Körper gelangen (z. B. beim Duschen, in Whirlpools, durch Klimaanlagen), kann es unter Umständen nach 1 bis 2 Tagen zu einer kurzen grippeartigen Erkrankung mit Kopf-, Glieder- und Brustschmerzen, Husten und Fieber kommen. Innerhalb weniger Tage erholt sich der Erkrankte auch ohne Behandlung wieder vollständig (Pontiac-Fieber).

In seltenen Fällen kann die Legionelleninfektion nach einer Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen auch eine schwere Lungenentzündung hervorrufen. Die letzten bayerischen Reiseteilnehmer sind am 11. September 2002 von der Reise zurückgekehrt. Die Erkrankung ist bei rechtzeitiger Diagnose gut mit Antibiotika zu behandeln.

Reiseteilnehmer des o. g. Veranstalters, die im September an einem Ferienlager in Malaga teilgenommen haben, sollten deshalb bei "Grippesymptomen", die in den letzten Tagen aufgetreten sind, oder sich in den nächsten Tagen einstellen, sofort den Arzt aufsuchen um eine legionellenbedingte Erkrankung ausschließen lassen.

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