Legionellose
(Ratgeber des RKI aktualisiert: Oktober 2001, Erstveröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 49/1999)
Maßnahmen bei Ausbrüchen

Legionella pneumophila

Bei Ausbrüchen ist es wichtig, die Quelle der Erregerstreuung schnell zu erkennen und zu eliminieren, um weitere Infektionen zu verhindern. Zur raschen Dekontamination von Wassersystemen können eine Chlorung oder vorübergehende Erhitzung des Wassers auf über 70 °C eingesetzt werden. Die Durchführung dieser Maßnahmen bedarf einer gründlichen Planung.

In den letzten Jahren sind vermehrt Reise-assoziierte Legionellose-Erkrankungen bekannt geworden, die mehrere Teilnehmer einer Reisegruppe betrafen. In diesen Fällen ist es erforderlich, die ermittelten Einzelheiten zur vermutlichen Quelle der Infektionen über die nationalen Gesundheitsbehörden an die Gesundheitsbehörden des Reiselandes zu übermitteln. Laboratorien, in denen Legionellosen im Rahmen eines unklaren Ausbruchs oder mit dem Verdacht auf eine Reise-assoziierte Infektion diagnostiziert werden, werden daher gebeten, diesen Befund dem zuständigen Gesundheitsamt mitzuteilen. Über das RKI wird dann die European Working Group on Legionella Infections (EWGLI) informiert. In der Vergangenheit konnte EWGLI Ausbrüche, die Reisende aus mehreren Ländern betrafen, aufklären und Gegenmaßnahmen vor Ort bewirken.

zurück zum Inhaltsverzeichnis des Ratgebers Legionellose des RKI

© Robert Koch - Institut

zurück zum Seitenanfang
Fenster schließen