Leptospirose
Kurzinfo des RKI
(aus Epidemiologisches Bulletin 09/2007)

Bild: Baxter - Zecke saugend

Die Leptospirose ist eine durch Spirochäten des Genus Leptospira, Spezies Leptospira interrogans verursachte, zu den Zoonosen zählende Infektionskrankheit mit einem typischen biphasischen Verlauf. Sie ist weltweit verbreitet, wird in Deutschland aber gegenwärtig nur selten beobachtet. Die Leptospirose tritt vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten auf. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin infizierter Tiere, die den Erreger in hoher Keimzahl ausscheiden können ohne dabei selbst erkrankt zu sein. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt nur sehr selten vor. Zahlreiche Tierarten können als Reservoir fungieren. In Deutschland kommen dabei insbesondere Hunde aber auch Ratten, Mäuse, Füchse, Schweine und Rinder als Überträger in Frage. Leptospiren-Serovare, die in Deutschland auftreten können sind z. B. Icterohaemorrhagiae, Canicola oder Grippotyphosa.

Die Klinik kann sehr vielseitig sein, von grippeähnlichen Symptomen bis zu schweren fulminanten Verläufen. Der „Morbus Weil“ als schwere Verlaufsform mit hepatorenaler Manifestation wird u. a. durch das Serovar Icterohaemorrhagiae verursacht.

© Robert Koch - Institut


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