Venerische Lymphknotenentzündung

(Lymphogranulomatosis inguinalis Nicolas und Favre)

Die Geschlechtskrankheit ist in Deutschland selten, kann aber bei Ferntourismus erworben werden. Meldungen z.B. in München im Jahr 1984 nur 3 (zum Vergleich Tripper 1525, Syphilis 333 und Ulcus molle 2), wobei aber die hohe Dunkelziffer bei allen Geschlechtskrankheiten zu beachten ist.

Erreger

Chlamydia trachomatis, Vorkommen vor allem in den Tropen und Subtropen

Inkubationszeit

Zeitraum zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch im Schnitt 2 Wochen (mögliche Spanne zwischen 5 bis 21 Tagen).

Krankheitsverlauf

Man unterscheidet 3 Stadien. Zwei Wochen nach der Ansteckung können am Ort der Infektion (meist Genitale, Anus, Muttermund) kleine Erosionen, Knötchen oder Geschwüre auftreten, häufig unbemerkt (Primärläsion). Nach weiteren zwei Wochen schwellen die Leistenlymphknoten, meist ein- aber auch doppelseitig an (Bubonen = Leiste). Diese können bis faustgroß werden und sogar nach außen platzen. Durch die Verlegung und Verklebung der Lymphwege mit Lymphstau schwillt das Genitale an (Elephantiasis genito-rectalis ulcerosa). In der Spätphase kann weitere Lymphstationen befallen werden, sich Fisteln bilden und Verengungen an Harnröhre und Enddarm auftreten.

Behandlung

Antibiotika

Meldepflicht

Eine Meldepflicht besteht nach dem Infektionsschutzgesetz nicht. Gesetzliche Regelungen in § 19 IfSG.

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