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Hauttuberkulose |
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Die Gattung Mycobacterium gehört zu den Mycobacteriaceae. Es gibt eine große Zahl von Mykobakterien-Spezies, von denen M. tuberculosis die für den Menschen wichtigste Form ist.
Die wichtigste Übertragungsform für kindliche Lungentuberkulosen ist die Inhalation von mykobakterienhaltigen Tröpfchen, wobei fast immer Erwachsene mit einer offenen TBC die Ansteckungsquelle sind. Schmierinfektionen sind selten.
Der Lupus vulgaris ist die häufigste Form einer Hauttuberkulose. Diese sehr ernste Erkrankung ist äußerst chronisch und neigt zum Fortschreiten. Meist tritt die Erkrankung in zuvor normalen Hautbereichen auf. Die Lokalisation ist zu 90 % im Kopf- und Nackenbereich, meist im Nasen- oder Wangenbereich. Zunächst sind kleine bräunliche Papeln zu sehen, welche sich weich anfühlen. Im weiteren Verlauf nehmen die Herde an Größe zu, die Haut wird erhaben, und die Braunfärbung wird intensiver. Oft bleiben die Herde über Jahre auf kleine Areale begrenzt. Es kann zur Ausbildung von Ulzerationen kommen, welche narbige und entstellende Veränderungen hinterlassen. Auch der Nasenknorpel kann mit betroffen sein. Ein Scrofuloderm stellt einen direkten Hautbefall durch darunter liegende infizierte Lymphknoten dar. Die betroffene Haut wird derb und bläulich-violett. Ulzerationen und Fistelbildungen können entstehen.
Die medikamentöse Therapie der Hauttuberkulose entspricht weitgehend den Behandlungsrichtlinien für die Lungentuberkulose. Die Behandlungsdauer beträgt mindestens 1 Jahr.
Die BCG-Impfung verleiht keinen sicheren Schutz. (Laut STIKO 1/2000 wird die Impfung mit dem derzeit verfügbaren BCG-Impfstoff nicht empfohlen).
Diese können sehr ähnlich wie die Hauttuberkulose verlaufen. Eine sichere Unterscheidung ist nur durch bakteriologische Untersuchungen möglich.
© 1998 INFECTOPHARM GmbH, Heppenheim
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