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Tuberkulosefürsorge |
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Autor: Dr. Walter Gronauer,
Tuberkulosefürsorgearzt
Stand Juli 1998
Die Tuberkulose ist eine seit der Antike bekannte Infektionskrankheit besonders der Lungen, die nach weitgehender Ausrottung der Rindertuberkulose in Deutschland fast ausschließlich durch Tröpfcheninfektion direkt von Mensch zu Mensch übertragen wird (Husten, Niesen, Sprechen).
Erreger
Mykobakterien des Typus humanus, bovinus und africanus (dem Tuberkuloseerreger verwandt und mit ähnlichen Medikamenten behandelbar ist auch der Erreger der Lepra - Mykobakterium leprae).
Nachweis der Tuberkuloseerkrankung
In frühen Stadien: Tuberkulin-Testung, Röntgenaufnahme der Lungen. In späteren Stadien: mikroskopischer und kultureller Bakteriennachweis im Auswurf oder anderen Körperflüssigkeiten (z.B. Urin).
Besonderheiten der Tuberkulose
Unbehandelt: extrem chronisch verlaufende Krankheit - kann nach oft unbemerkter Infektion auch erst Monate oder Jahre später zur Erkrankung führen.
Befallen sein können außer den Lungen auch periphere Lymphknoten, Harn- und Geschlechtsorgane, Knochensystem, Gehirnhaut (besonders beim Kind sehr gefürchtet), Haut.
Krankheitszeichen bei akuter Tuberkuloseerkrankung
Bei vielen Personen (z.B. bei Rauchern) oft uncharakteristisch. Häufiges "Hüsteln", Husten mit und ohne Auswurf, extreme grundlose Müdigkeit, erhöhte Körpertemperatur, Nachtschweiß, manchmal Schmerzen beim Atmen. Später Gewichtsabnahme, auch Bluthusten. Symptome und Röntgenbefunde werden häufig mit Krebserkrankungen verwechselt.
Aufgaben der Tuberkulosefürsorge
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