Zerkarien (Saugwürmer - Egel)
Zerkariendermatitis
(Entenbilharziose)

(Quelle: Dr. Peter Schindler - Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)

Die Entenbilharziose, im Volksmund auch "Weiherhibbel" genannt, wird durch Zerkarien von Trichobilharzia szidati verursacht. Der normale Entwicklungszyklus findet zwischen Enten als Endwirt und Schlammschnecken als Zwischenwirt statt. Die Eier der geschlechtsreifen Saugwürmer im Entendarm gelangen mit dem Kot ins Wasser und infizieren die Schnecken über ein Wimpernlarvenstadium. In der Schnecke entwickeln sich Zehntausende von Gabelschwanzlarven (Zerkarien), die wiederum ins Wasser abgegeben werden und Enten infizieren. Auch in die Haut des Menschen als Fehlwirt bohren sich die Zerkarien ein und sterben dort ab. Bei sensibilisierten Menschen kommt es zu einem stark juckenden makulopapulösen Exanthem, das 14 Tage dauern kann. Besonders unangenehm ist es, wenn es zu einem temperatur- und witterungsabhängigen synchronen Zerkarienausstoss kommt. Dies kann der Fall sein, wenn auf einige kühlere Tage mit bedecktem Himmel ein Schönwettertag folgt. Schwimmer und vor allem spielende Kinder in Flachzonenbereichen können dann von Hunderten von Gabelschwanzlarven befallen werden. Da diese nur etwa drei Tage im Wasser überleben können, ist in kurzzeitigen Badeverboten die beste Abhilfemaßnahme zu sehen. Längerfristig sind Fütterungsverbote für Wasservögel sowie Maßnahmen zur Verminderung von Nährstoffeinträgen hilfreich. 
 

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