|
Zerkarien
(Saugwürmer - Egel) |
|
Die
Entenbilharziose, im Volksmund auch "Weiherhibbel" genannt, wird durch
Zerkarien von Trichobilharzia szidati verursacht. Der normale Entwicklungszyklus
findet zwischen Enten als Endwirt und Schlammschnecken als Zwischenwirt statt.
Die Eier der geschlechtsreifen Saugwürmer im Entendarm gelangen mit dem Kot ins
Wasser und infizieren die Schnecken über ein Wimpernlarvenstadium. In der
Schnecke entwickeln sich Zehntausende von Gabelschwanzlarven (Zerkarien), die
wiederum ins Wasser abgegeben werden und Enten infizieren. Auch in die Haut des
Menschen als Fehlwirt bohren sich die Zerkarien ein und sterben dort ab. Bei
sensibilisierten Menschen kommt es zu einem stark juckenden makulopapulösen
Exanthem, das 14 Tage dauern kann. Besonders unangenehm ist es, wenn es zu einem
temperatur- und witterungsabhängigen synchronen Zerkarienausstoss kommt. Dies
kann der Fall sein, wenn auf einige kühlere Tage mit bedecktem Himmel ein
Schönwettertag folgt. Schwimmer und vor allem spielende Kinder in
Flachzonenbereichen können dann von Hunderten von Gabelschwanzlarven befallen
werden. Da diese nur etwa drei Tage im Wasser überleben können, ist in
kurzzeitigen Badeverboten die beste Abhilfemaßnahme zu sehen. Längerfristig sind
Fütterungsverbote für Wasservögel sowie Maßnahmen zur Verminderung von
Nährstoffeinträgen hilfreich.
| zurück zum Seitenanfang |
| zurück zur Übersicht Zerkarien |
| zurück zur Übersicht Trematoden |
| weiter zum Infektionsschutzgesetz |
| zurück zu Infektionen A - Z |