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Vaginalmykosen |
Kaum eine Infektionskrankheit verunsichert Frauen mehr als eine Pilzinfektion der Scheide oder Vaginalmykose, da Erkrankungen im Intimbereich immer noch häufig mit fälschlicherweise mit Geschlechtskrankheiten gleichgesetzt werden oder mangelnde Hygiene als vermeintlicher Auslöser gilt. Manche Frauen müssen sich immer wieder mit Infektionen herumplagen, andere werden nie von Pilzen befallen.
Einige Faktoren begünstigen das Auftreten einer Vaginalmykose:
Vaginalmykosen sind zwar beim Geschlechtsverkehr übertragbar, doch es ist keine Geschlechtskrankheit.
Die Pilzinfektion der Scheide macht ganz spezifische Beschwerden, die Sie eigentlich sofort erkennen:
Sie sollten mit solchen Symptomen sofort zu Ihrem Frauenarzt/in gehen, denn nur er/sie kann feststellen, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt. Von einer Selbstbehandlung ist in den meisten Fällen abzuraten, denn Sie kurieren damit möglicherweise nur die Beschwerden, ohne daß die eigentliche Infektion vollständig abheilt.
Wenn es zu einer Pilzinfektion gekommen ist, sollten Sie auf Geschlechtsverkehr verzichten, bis die Mykose bei beiden Partnern ausgeheilt ist. Männer bemerken oft keine oder nur wenige Symptome; trotzdem sollte sich Ihr Partner ebenfalls einer Behandlung unterziehen. Fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin nach einer "Partnerpackung". Sie sollten während der Behandlung einer Vaginalmykose nicht ins Schwimmbad oder in die Sauna gehen, um eine Verbreitung der Pilze zu vermeiden. Bei normaler Körperhygiene besteht keine Ansteckungsgefahr für andere Familienmitglieder, also auch nicht für Ihre Kinder.
Im Vordergrund der Therapie stehen Cremes oder Zäpfchen,
die in die Scheide eingeführt werden. Diese Behandlung muß über einen längeren
Zeitraum (z.B. eine Woche lang) durchgeführt werden. Brechen Sie die Therapie nicht ab,
sobald die akuten Beschwerden verschwunden sind! Sonst kann es leicht zu einem erneuten
Aufflammen der Infektion kommen.
Seit einiger Zeit werden auch Tabletten, die spezifische Anti-Pilz-Mittel (sogenannte
Antimykotika) enthalten, verordnet. Sie bekämpfen die Infektion gezielt von innen her und
erreichen auch Problemzonen, in denen sich ein Scheidenpilz "verstecken" kann
und immer wieder für Infektionen sorgt. Für die Tabletten-Behandlung reicht ein einziger
Tag aus. Diese Therapie kommt aber für schwangere Frauen nicht in Betracht.
Einfache Maßnahmen helfen dabei, die Behandlung der Vaginalmykose noch effizienter zu machen:
Wenn mehr als vier Pilzinfektionen pro Jahr bei einer Frau vorkommen, spricht man von einer chronischen Infektion. Wenn Sie davon betroffen sind, sollten Sie folgendes beachten:
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