Gürtelrose
(Herpes zoster)

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Herpes zoster im Brustbereich
© INFECTOPHARM GmbH, Heppenheim und Prof. Dr. Hj. Cremer, Heilbronn

 

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Erreger
Epidemiologie
Klinisches Bild
Komplikationen
Therapie
Impfung
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Erreger

Der Erreger des Herpes zoster ist identisch mit dem Erreger der Varizellen, unterschiedlich ist lediglich die Immunitätslage.

Epidemiologie

An Herpes zoster kann nur erkranken, wer bereits zuvor eine Varizellen-Erstinfektion durchgemacht hatte. Herpes zoster entsteht durch eine Reaktivierung latenter Varizellenviren, welche im Verlaufe einer meist Jahre zurückliegenden Erstinfektion spinale Ganglienzellen befallen hatten. Betroffen werden überwiegend Erwachsene jenseits des 50. Lebensjahres.
Kinder mit einem Herpes zoster wurden meist im frühen Säuglingsalter durch ein Geschwisterkind mit Varizellen infiziert, zu einem Zeitpunkt, zu dem sie noch über eine begrenzte Leihimmunität durch die Mutter verfügten. Dies hatte dann zur Folge, dass zum einen die Ersterkrankung blande oder überhaupt nicht bemerkbar verlief, andererseits aber auch keine ausreichende Immunität entwickelt wurde. Seltener kann auch eine intrauterine Infektion bei Varizellen der Mutter in der Schwangerschaft postnatal zu einem Herpes zoster führen. Aber auch sekundäre Störungen des Immunsystems im Verlaufe einer Behandlung mit Zytostatika oder bei einer HIV-Infektion können wegbereitend sein.

Klinisches Bild

Prodromalstadium

Lokale Schmerzen und Brennen gehen häufig den Hauterscheinungen voraus.

Exanthem-Stadium

Betroffen sein können der Stamm und die Extremitäten, aber auch das Gesicht. Hier können auch mehrere Äste im Ausbreitungsbereich des N. trigeminus involviert sein. Das Exanthem geht im Verlaufe von Stunden von Flecken über Papeln zu gruppierten Bläschen über. Dabei besteht meist nur ein geringes Krankheitsgefühl. Der Hautbefall ist meist einseitig auf Hautsegmente begrenzt, welche durch sensible Fasern eines einzigen Segments versorgt werden. Im Gegensatz zum Erwachsenen finden sich bei Kindern meist keine oder nur geringe Schmerzen. Rezidive sind im Kindesalter extrem selten.

Komplikationen

Ein generalisierter Zoster ist selten und kommt meist nur im Zusammenhang mit einer immunologischen Störung vor.
Bei Mitbefall der Ohrmuschel kann es auch zu einer Beteiligung zentraler Nerven kommen (Hörverlust, Fazialisparese auf der betroffenen Seite). Ein Zoster an der Nasenspitze weist frühzeitig auf einen sich häufig im Anschluß entwickelnden schmerzhaften Herpes zoster ophthalmicus hin, da beide Bereiche vom selben Ast des N. trigeminus versorgt werden.

Therapie

Bei komplizierten Verläufen ist eine parenterale Virostatika-Therapie indiziert, bei Zoster ophthalmicus zusätzlich eine lokale Anwendung.

Impfung

Ob eine aktive Varizellen-Impfung vor dem späteren Auftreten eines Herpes zoster schützt, bleibt abzuwarten.

© 1998 INFECTOPHARM GmbH, Heppenheim

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