Influenzavirus nA/H1N1 - Mexikanische Grippe
Mexikanische Grippe - Was können Sie tun?
Empfehlungen des Gesundheitsamtes Stand 11. Mai 2009

 

Informieren Sie sich fortlaufend über den aktuellen Stand in den Medien (Rundfunk, TV, Internet, Presse) sowie bei Gesundheitsbehörden wie Robert Koch-Institut (Deutschland), ECDC (Europa), CDC (USA) und WHO (Welt).
Sofern Sie aus einer betroffenen Region zurückkehren bzw. Kontakt mit einer an der „Neuen Grippe“ erkrankten Person hatten und innerhalb einer Woche Krankheitszeichen einer Grippe entwickeln: Informieren Sie bitte Ihren Arzt vorab telefonisch hierüber, damit Sie nicht im allgemeinen Warteraum landen (und andere anstecken) und damit dieser die entsprechenden Untersuchungen und Meldungen veranlasst. Vermeiden Sie Kontakte mit anderen.
 Krankheitszeichen der Neuen Grippe können sein Fieber (94 %), Husten (92 %), Halsschmerzen (66 %), Durchfall (25 %) und Erbrechen (25 %). Des Weiteren Schnupfen, Gliederschmerzen (insbesondere Muskelschmerzen), Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Müdigkeit.
Die Ansteckung erfolgt auf die gleiche Weise wie bei der gewöhnlichen saisonalen Grippe. Das Influenzavirus des Typs A(H1N1) verbreitet sich von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen eines Infizierten (evtl. schon am Tag vor Krankheitsausbruch!) oder Kranken. Eine Übertragung kann auch indirekt stattfinden, wenn Tröpfchen oder Sekrete aus Nase und Mund auf die Hände oder andere Oberflächen gelangen und diese dann von anderen Menschen angefasst werden, die danach ihren Mund oder Nase berühren (Schmierinfektion).
Sofern sich die Neue Influenza auch bei uns ausbreiten sollte, gelten generell wie in Zeiten der saisonalen Grippe auch folgende Verhaltensregeln:

Verhaltensregeln

1.

Vermeiden Sie enge Kontakte.
Vermeiden Sie das Händegeben und andere unnötige enge Körperkontakte (Umarmen, Bussigeben). (Weisen Sie sicherheitshalber Ihr Gegenüber höflich auf den Grund hierfür hin.). Halten Sie sich (falls möglich) von erkrankten Menschen fern, am besten mindestens zwei Meter.

2.

Husten und niesen Sie hygienisch.
Benutzen Sie beim Husten oder Niesen ein vor Mund und Nase gehaltenes Einwegtaschentuch bzw. drehen Sie dabei wenigstens den Kopf zur Seite, um ein direktes Anhusten/Anniesen anderer Personen zu vermeiden. Halten Sie Abstand. Husten und niesen Sie nicht in die Hand! Geben Sie das benutzte Einwegtaschentuch in den Müll.

3.

Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände.
Waschen Sie sich Ihre Hände gründlich nach jedem Husten oder Niesen, nach jedem Personenkontakt, nach dem Toilettengang sowie vor dem Essen. („Nach dem Klo und vor dem Essen – Händewaschen nicht vergessen!“). Auch zwischendurch kann nicht schaden. Benutzen Sie Seife und vergessen Sie nicht die Fingerzwischenräume.

4.

Halten Sie Ihre Hände vom Gesicht fern.
Berühren Sie Augen, Nase und Mund nicht mit ungewaschenen Händen, damit es nicht - insbesondere nach Kontakt mit möglicherweise Infizierten oder Kranken - zu einer Schmierinfektion kommt. Viren können nämlich über die Schleimhäute in den Körper gelangen.

5.

Halten Sie Ihre Küche sauber.
Befolgen Sie die allgemeinen Hygieneregeln (lassen Sie z. B. aufgetauten Fleischsaft nicht auf andere Lebensmittel und Schüsseln tropfen). Waschen Sie nach dem Umgang mit rohem Fleisch Ihre Hände mit Seife und reinigen Sie alle Oberflächen und Geräte mit Spülmittel.

6.

Putzen Sie Ihre Wohnung häufiger.
Reinigen Sie feste Oberflächen, die viele anfassen, wie Türklinken, Möbelgriffe, Toilettendeckel usw. häufig mit einem normalen Reinigungsmittel.

7.

Lüften Sie regelmäßig.
Achten Sie auf eine gute Belüftung geschlossener Räume. Je häufiger und länger Sie lüften, um so mehr wird die Keimzahl in der Luft verdünnt. Außerdem trocknen Ihre Schleimhäute dann nicht so schnell aus.

8.

Schützen Sie andere.
Wenn Sie Fieber haben, bleiben Sie zu Hause, um nicht andere anzustecken (Ihre Arbeitskollegen werden es Ihnen danken). Sondern Sie Grippekranke von Personen mit Abwehrschwäche ab. Hierzu gehören Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen, weil diese besonders gefährdet sind. Die Pflege sollte in einem eigenen abgesonderten Raum stattfinden, der nur von der Pflegeperson betreten wird.

9.

Meiden Sie Risikogebiete.
Beachten Sie die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

10.

Kümmern Sie sich rechtzeitig um Hilfe.
Bilden Sie ein soziales Netz aus Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten, die Ihnen im Krankheitsfall helfen können.

11.

Sorgen Sie für den Notfall vor.
Besorgen Sie sich die Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und lesen Sie sie in einer ruhigen Stunde durch. Treffen Sie Ihre individuellen Entscheidungen. Ist der Notfall erst eingetreten, kann es für bestimmte Vorsorgemaßnahmen zu spät sein.


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