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Maul-
und Klauenseuche |
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Maul- und Klauenseuche ist eine akute, hochkontagiöse Picornavirusinfektion der Klauentiere.
Das Virus ist sensibel bei pH-Werten unter 5, Sonnenlicht und Trockenheit, überlebt
aber lange bei Gefriertemperaturen.
Es ist weitverbreitet außer in Nord- und Mittelamerika, Australien,
Neuseeland und Westeuropa.
Erreger
Der MKS-Erreger kommt in verschiedenen Serotypen vor, die jedoch gegenseitig keinen Immunschutz hervorrufen (Typ O, A, C, SAT 1-3, Asia 1).
Epidemiologie
Das Virus ist höchstkontagiös und verbreitet sich über große Distanzen,
sei es durch Wind, kontaminiertes Material oder Personen.
Meist ist die ganze Herde betroffen, die Mortalität liegt bei Adulten bei
5%, bei Kälbern und Lämmern aber bei bis zu 75%.
Rinder infizieren sich meist aerogen, Schweine über das Futter.
In Endemiegebieten bleiben die Symptome auf Jungtiere beschränkt, die
Mortalität ist gering (bis 10%).
Rinder können p.i. bis zu 2 Jahre Träger des Virus sein, Schafe 1 - 2
Monate, Schweine nie.
Das Virus wird schon vor den ersten klinischen Symptomen in großer Menge
ausgestoßen.
Der Mensch kann sich ebenfalls infizieren (über Wunden, Milchkonsum), zeigt
aber nur milde Symptome, die nicht wirklich ein Problem darstellen.
Klinik
Inkubationszeit: 2 - 21 Tage
Symptome: Salivation, Apathie, Anorexie und Lahmheit durch die Blasen auf den
Schleimhäuten der Nase und des Mauls sowie auf dem Kronsaum der Klauen, der
Interdigitalräume und der Zitzen.
Meist geht schon vor diesen Symptomen die Milchproduktion zurück. Die
Vesikel platzen auf und hinterlassen große nekrotische Bezirke, die sich sekundär
infizieren können. Bei kleinen Wiederkäuern und Schweinen sind die Läsionen
meist nicht so ausgeprägt, die Symptome milder.
Diagnose
Antigennachweis: ELISA
Antikörpernachweis: SN, KBR, ELISA
Prophylaxe/Therapie
Prävention durch MKS-Totvakzine ist das Mittel der Wahl in Endemiegebieten.
Ringimpfung bei Ausbruch (wenn Serotyp bekannt), sonst Importverbot aus
seuchengefährdeten Ländern.
Therapieverbot, Impfverbot, Keulung, Anzeigepflicht hierzulande.
Quelle: Institut für Virologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Stand 03. Mai 1999
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