Detailinformation zu Pocken und Pockenschutz
Therapie

© Prof. Dr. R. Thomssen, Göttingen,
im Auftrage der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. und der Gesellschaft für Virologie e.V. Stand 7.02.2003

Symptomatisch (u.a. Schockbehandlung, Fiebermittel, Antineuralgika, kühlende Salben, Einpinseln mit Kaliumpermanganat, im Abborkungsstadium Seifenbäder, Wasserkissenlagerung, Mundspülungen). Ob Cidofovir  (Handelsname: Vistideâ, ein Nucleosid-analog des Desoxycytosins : azyklisches Nukleosidphosphonat: (S)-1-(3-hydroxy-2-phosphonyl-methoxypropyl)cytosin, abgekürzt: (S)-HPMPC, das die Vemehrung von DNA-Viren der Herpesvirusgruppe, der Poxvirusgruppe und der Papillomaviren hemmt, bei Pocken eine lebensrettende therapeutische  Wirkung hat, wie kürzlich behauptet, ist noch völlig offen, wäre jedoch für die Bekämpfung der Pocken von größter Bedeutung. Das alte Methisazon (N - Methylisatin ß - thiosemicarbazon) hat keine therapeutische, sondern nur eine gewisse prophylaktische Wirkung (Fenner et al. 1988).

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