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SARS |
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RKI, Stand 30.04.2003 |
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Ziel der Empfehlung
Das Risiko einer Übertragung von SARS auf Patienten oder betreute Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen zu minimieren.
Zielgruppe der Empfehlung
Träger, Leiter, Betriebsärzte und anderes Personal in oder von Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie vergleichbaren Einrichtungen, Arztpraxen und Gesundheitsämtern.
Hintergrund
Seit Ende Februar/Anfang März wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein neues Syndrom erkannt, das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS). Hauptsymptome sind früh einsetzendes Fieber ³ 38 °C sowie mindestens ein respiratorisches Symptom, z.B. Husten oder Atemnot (s. aktuelle Falldefinition auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de). Die Inkubationszeit von SARS beträgt 2 bis 7, manchmal bis zu 10 Tage. Die Übertragung (Ansteckung) geht nach bisherigem Kenntnisstand wahrscheinlich nur von Menschen mit klinischer Symptomatik aus und erfolgt v.a. zu Menschen, mit denen sie engen Kontakt haben, oder die mit Speichel oder anderen Körpersekreten in Berührung kommen. Daher finden sich unter den bekannten Fällen in erster Linie medizinisches Personal sowie deren Familienangehörige und Personen aus dem engerem Bekanntenkreis.
Die WHO führt eine Liste der Städte, Gebiete bzw. Länder, in denen eine lokale Übertragung von SARS wahrscheinlich ist (Risikogebiete). Die Liste der Risikogebiete wird auf den Internetseiten des RKI laufend aktualisiert.
Diese Empfehlungen beziehen sich auf folgende Personen:
Personal mit Patientenkontakt in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder anderen medizinischen Einrichtungen, das innerhalb von 10 Tagen nach Rückkehr aus Risikogebieten (gemäß WHO-Liste der „affected areas“) eingesetzt werden soll.
Begründung
Bei medizinischem Personal ist besondere Vorsicht geboten, da diese Personengruppe häufigen und relativ engen Kontakt zu vielen, oft besonders erkrankungsgefährdeten Personen hat und gegebenenfalls auch in Risikogebieten beruflich in der Patientenversorgung tätig war.
Das Vorgehen wird unterschieden gemäß des vermuteten Expositionsrisikos:
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Vorgehen bei Rückkehrern ohne Tätigkeit in der Patientenversorgung im Risikogebiet |
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| Anreisende aus Risikogebieten | ||
| • | ohne wissentlich erfolgten Kontakt mit SARS-Erkrankten oder Krankheitsverdächtigen | |
| UND | ||
| • | ohne Tätigkeit in der Patientenversorgung im Risikogebiet | |
| UND | ||
| • | ohne klinische Symptomatik | |
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können nach erfolgter Beurteilung und Information durch den Betriebsarzt
ihrer Arbeit nachgehen. Eine 2-mal tägliche Temperaturmessung sollte
durchgeführt werden. Sollten sich innerhalb der ersten 10 Tage nach Rückkehr Fieber ³ 38 °C oder andere Symptome entwickeln, sollen die Betroffenen vom Dienst fernbleiben und zur Beurteilung der Situation und des weiteren Vorgehens unverzüglich einen Arzt/Betriebsarzt aufsuchen. Dies gilt auch, wenn Symptome während eines begonnenen Arbeitstages auftreten. Wichtig ist dabei, dass der Personenkontakt ab dem Zeitpunkt beginnender Symptome auf ein Minimum beschränkt wird. Bei diesen Personen muss zunächst von einem SARS-Verdacht ausgegangen werden. (Weiteres Vorgehen s. Patienten-Management unter www.rki.de). |
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Vorgehen bei Rückkehrern mit Tätigkeit in der Patientenversorgung im Risikogebiet |
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| Anreisende aus Risikogebieten | ||
| • | mit Tätigkeit in der Patientenversorgung im Risikogebiet | |
| ODER | ||
| • | nachweislichem Kontakt mit SARS-Patienten | |
| sollen, nach Vorstellung beim Betriebsarzt, auch ohne vorliegende Symptomatik die ersten 10 Tage nach Rückkehr nicht in der Betreuung oder Versorgung von Patienten tätig werden, 2-mal täglich Temperatur messen und bei Entwicklung von Fieber oder anderen Symptomen innerhalb der ersten 10 Tage nach Rückkehr zur Beurteilung der Situation und des weiteren Vorgehens unverzüglich einen Arzt/den Betriebsarzt aufsuchen. | ||
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