SARS
Falldefinition für
Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS)

Klicken Sie hier um dieses Bild zu vergrößern

Falldefinition des RKI, Stand 12. Mai 2003

Gliederung  der Falldefinition zur schnelleren Navigation

 

 

Ein Verdachtsfall von SARS ist gegeben, wenn:

 
(1) Erkrankungsbeginn nach dem 1. November 2002
UND Fieber > 38 °C
UND mindestens eines der respiratorischen Symptome wie Husten oder Atemnot
UND mindestens eine der folgenden Expositionen innerhalb von 10 Tagen vor Beginn der Symptome vorliegt:
  Enger Kontakt mit einem Verdachts- oder wahrscheinlichen Fall für SARS
  Aufenthalt in einer Region, aus der in den letzten Wochen lokale Übertragungen von SARS berichtet wurden (siehe separates Dokument "Betroffene Länder und Regionen im Sinne der Falldefinition" in seiner jeweils aktuellen Version)
 
(2) Erkrankungsbeginn nach dem 1. November 2002
UND verstorben an einer akuten Atemwegserkrankung unklarer Ursache, ohne dass eine Autopsie durchgeführt worden war
UND mindestens eine der folgenden Expositionen innerhalb von 10 Tagen vor Beginn der Symptome vorlag:
  Enger Kontakt  mit einem Verdachts- oder wahrscheinlichen Fall für SARS
  Aufenthalt in einer Region, aus der in den letzten Wochen lokale Übertragungen von SARS berichtet wurden (siehe separates Dokument "Betroffene Länder und Regionen im Sinne der Falldefinition" in seiner jeweils aktuellen Version)
     

zurück zur Navigationshilfe

Ein wahrscheinlicher Fall von SARS ist gegeben, wenn:

 
  Kriterien für einen SARS-Verdachtsfall erfüllt sind
UND mindestens eine der folgenden Bedingungen vorliegt:
  Röntgenbefund weist auf Pneumonie oder auf Bestehen eines akuten Atemnotsyndroms (ARDS) hin
  Ungeklärte Atemwegserkrankung mit Todesfolge sowie Autopsiebefund mit Hinweisen auf Akutes Atemnotsyndrom (ARDS) ohne feststellbare Ursache
  Positiver Coronavirus-Nachweis (s.u. Hinweise zur Bewertung von Laborergebnissen)

zurück zur Navigationshilfe

Ausschlusskriterium

 
  Vorliegen einer labordiagnostisch gesicherten anderen Diagnose, die das Krankheitsbild vollständig erklären kann

zurück zur Navigationshilfe

Hinweise zur Anwendung der Falldefinition

 
1 Bei SARS handelt es sich derzeit um eine Ausschlussdiagnose.
   
2 Die Ummeldung von einem Verdachtsfall zu einem wahrscheinlichen Fall aufgrund eines positiven Coronavirus-Nachweises sollte nur erfolgen, wenn das betreffende Labor die nötigen Qualitätskontrollen durchführt und die unten stehenden Hinweise zur Labordiagnostik befolgt wurden.
   
3 Im Rahmen der Einstufung gemäß Falldefinition sollte keine Unterscheidung zwischen wahrscheinlichen Fällen mit oder ohne positiven Coronavirus-Nachweis gemacht werden.
   
4 Ein Verdacht, der die klinischen Kriterien erfüllt, sollte nicht aufgrund eines negativen Laborbefundes ausgeschlossen werden.
   
5 SARS kann zusätzlich auch begleitet sein von Kopfschmerzen, Muskelsteifigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Verwirrtheit, Ausschlag oder Durchfall. Diese hier genannten Symptome sind jedoch keine Kriterien der Falldefinition.
   
6 Enger Kontakt ist definiert als:
  Pflegen (auch körperliche Untersuchung) eines Falles, oder
  Gemeinsame Wohnung mit einem Fall, oder
  Direkter Kontakt mit Atemwegssekreten oder Körperflüssigkeiten eines Falles

zurück zur Navigationshilfe

Hinweise für die Bewertung von Laborergebnissen

 
  Siehe hierzu Empfehlungen der WHO "Use of Laboratory Methods for SARS Diagnosis"

 

zurück zum Seitenanfang
 
zurück zur Übersicht SARS
weiter zum Infektionsschutzgesetz
zurück zu Infektionen A - Z