| Erste
Ergebnisse der Pyrethroid-Studie |
Hrsg.: Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin
Ende 1993 hat das Bundesgesundheitsamt/Bundesinstitut für gesundheitlichen
Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) eine Studie bei Prof. Altenkirch in Berlin
in Auftrag gegeben, in der die von Betroffenen vorgetragenen gesundheitlichen Beschwerden
und Erkrankungen nach Anwendung von pyrethroidhaltigen Schädlingsbekämpfungsmitteln
aufgeklärt werden sollten.
In einem Sachverständigengespräch am 22. Dezember 1994 wurden die ersten Ergebnisse der
"Pyrethroid-Studie" diskutiert. Als erstes Ergebnis dieses Gespräches kann
folgendes zusammengefaßt werden:
Das o. a. MCS-Syndrom ist ein neuartiges umweltmedizinisches Krankheitsbild, das besonders
in den USA in den letzten 15 Jahren ausführlich beschrieben wurde. Bei dieser Erkrankung
wird vermutet, daß bei besonders empfindlichen Personen vielfache Krankheitssymptome nach
Kontakt mit kleinsten Mengen von chemischen Substanzen auftreten können, die bei der
Allgemeinbevölkerung keine Reaktionen hervorrufen.
In dem Sachverständigengespräch wurde deutlich, daß dieses Krankheitsbild aus
wissenschaftlicher Sicht weiter untersucht werden soll.
Obwohl das Sachverständigengespräch keine Hinweise dafür ergab, daß im größeren
Umfang - wie häufig behauptet - Vergiftungen durch Pyrethroide in Deutschland vorkommen
würden, warnt das BgVV vor einem leichtfertigen Einsatz von
Schädlingsbekämpfungsmitteln. Grundsätzlich sollte der Verbraucher auf die Verwendung
von Schädlingsbekämpfungsmitteln verzichten. Sofern die Anwendung dennoch erforderlich
wird, ist in jedem Fall größte Vorsicht vor allem bei der Anwendung im Wohnbereich
geboten. Der Verzicht auf Schädlingsbekämpfungsmittel durch den Verbraucher selbst in
der beste Gesundheitsschutz.
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