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Radioaktivität
Radon in Gebäuden
Auswirkungen auf die Gesundheit
(Quelle:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz,
Stand September 2004) |
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Die durchschnittliche Radon-Konzentration ist in Gebäuden drei- bis
viermal höher als im Freien. Sie beträgt in deutschen Wohnräumen etwa 50
Bq/m³ Luft. Die Messwerte reichen von wenigen bis zu einigen Tausend
Becquerel pro Kubikmeter Luft. Sie sind von verschiedenen Faktoren
abhängig:
Beschaffenheit des Untergrundes
Die Radon-Konzentration in der Bodenluft sowie die Durchlässigkeit des
Untergrunds bestimmen, wie viel Radon in ein Gebäude eintreten kann
(„Radon-Verfügbarkeit“).
Zustand des Gebäudes
Entscheidend ist die Durchlässigkeit eines Gebäudes gegenüber Radon im
Fundament. Eindringmöglichkeiten gibt es beispielsweise über Spalten und
Risse sowie entlang von Kabel- und Rohrdurchführungen. So lassen z. B.
Lehmböden Radon besser durch als Betonfundamente.

Kamineffekt im Gebäude
Durch warme, im Haus aufsteigende Luft entsteht im Keller eine
Sogwirkung. Dadurch wird kalte, radonhaltige Luft aus dem Untergrund in
das Gebäude gesaugt. Über Treppen, Aufzüge oder Kaminschächte erreicht
Radongas auch die höher gelegenen Geschosse, wobei es zunehmend verdünnt
wird.
Lüftungsverhalten der Bewohner
Neben dem Radon-Zufluss entscheidet auch der Austausch mit der
Außenluft, in welchem Ausmaß sich Radon in der Raumluft anreichern kann.
Regelmäßiges Lüften senkt die Radon-Konzentration dauerhaft. Im Zuge von
Energiesparbemühungen der letzten Jahre wurden viele Gebäude zunehmend
besser von der Außenluft abgeschirmt. Insbesondere in der Wintersaison
kann es infolge von Dämm-Maßnahmen und mangelndem Lüften zu höheren
Radon-Raumluftkonzentrationen kommen.
Das Zusammenspiel all dieser Einflussfaktoren ist für jeden Standort
und jedes einzelne Gebäude unterschiedlich. Daher können selbst in
benachbarten Häusern völlig unterschiedliche Radon-Konzentrationen
auftreten. Verlässliche Aussagen über ihre Höhe sind nur durch Messungen
an Ort und Stelle möglich.