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Beratung für Hörbehinderte |
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Gesundheitsamt, Dr.-Hiller-Straße 36, 85221 Dachau
Liebe Eltern,
Hören und Sprechen sind zwei der wichtigsten Fähigkeiten im Leben des Kindes, die eng miteinander verbunden sind.
Hört ein Kind nicht richtig, lernt es nicht richtig sprechen |
Ist ein Kind gehörlos, lernt es ohne fremde Hilfe überhaupt nicht sprechen |
Bleibt die Sprachentwicklung aus oder ist sie gehemmt, wird zugleich die geistige Entwicklung beeinträchtigt. |
Die Fähigkeit, Sprache zu erlernen, ist in den ersten Lebensjahren am größten. Im allgemeinen ist mit vier Jahren der Sprachaufbau abgeschlossen. Achten Sie deshalb von Anfang an darauf, ob Ihr Kind
| gut hört |
| altersgemäß spricht, |
denn je früher eine Störung erkannt wird, desto besser können Fachleute helfen.
Folgende Hinweise sollen Sie zur Beobachtung anregen:
1. Lebensjahr
Ein gesundes Baby nimmt Geräusche und Laute seiner Umwelt wahr. Es
reagiert mit einer Änderung des Ausdrucks oder mit Kopfdrehen
wenn Sie leise auf den Tisch klopfen |
wenn Sie Pergamentpapier zerknittern |
wenn Sie die Babyrassel oder einen Schlüsselbund schütteln |
es erschrickt bei einem plötzlichen Geräusch |
es wendet sich einem Glöckchen zu, das neben oder hinter seinem Kopf (außer Sicht) erklingt |
es beginnt zu lallen (mamm - mamm - mamm...) |
Sie können diese Reaktion nicht erwarten, wenn das Baby schläfrig, aufgeregt oder unzufrieden ist. Wiederholen Sie in diesen Fällen die Versuche zu anderen Zeiten, aus unterschiedlichen Richtungen und unterschiedlichen Entfernungen !
2. Lebensjahr
Das Baby findet Spaß daran, Gegenständen Töne und Geräusche zu entlocken (läuten, klopfen, schlagen) |
es hört auf das Ticken einer Uhr, die an sein Ohr gehalten wird |
wiederholt Silben (ba-ba-ba...) |
plappert, als wolle es sich verständlich machen |
hört einer Unterhaltung zu |
reagiert durch Gesten auf die Frage "Wo ist?" |
ahmt ein oder zwei Worte nach |
1 bis 2 Jahre
Das Kind lernt Worte verstehen, nachsprechen und gebrauchen.
Sprechen Sie dem Kind einzelne Worte vor (Mama, Papa, Ball, Auto...) und lassen Sie die Worte nachsprechen |
sprechen Sie leise aus 1 1/2 Meter Entfernung den Namen des Kindes |
singen Sie leise ein Lied aus 2 - 3 Meter Entfernung, ab zwei Jahren aus 4 - 6 Meter Entfernung |
geben Sie dem Kind leise Anweisungen aus 1 Meter Entfernung (gib den Ball der Mamma, gib mir das Auto...) |
stellen Sie fest, ob das Kind das Telefon oder die Türklingel läuten hört. |
2 bis 4 Jahre
Das Kind fragt nach den Namen für die Dinge seiner Umwelt |
es spricht Sätze, die zunächst nur aus 2 bis 3 Worten bestehen |
die Stimme des Kindes klingt jetzt melodisch, nicht eintönig. |
Sind Sie durch die Reaktionen Ihres Kindes verunsichert, dann ziehen Sie unbedingt den Hausarzt beziehungsweise einen Kinderarzt oder Hals-Nasen-Ohrenarzt zu Rate ! Es sollte abgeklärt werden, ob ein Hörschaden vorliegt. Hörschäden können durch Erkrankungen des Gehirns, ansteckende Kinderkrankheiten (Masern, Mumps und Scharlach) und chronische Ohrenentzündungen hervorgerufen werden.
Wird ein Hörschaden vom Arzt festgestellt, muß die medizinische Behandlung durch eine fachpädagogische Betreuung ergänzt werden. Pädagogische Frühförderung wird, falls notwendig, ab dem 1. Lebensjahr durchgeführt, um eine optimale Entwicklung des Kindes zu gewährleisten. Die fachpädagogische Betreuung vermittelt des Arzt beziehungsweise das örtlich zuständige Gesundheitsamt
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