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Beratung für |
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Das Gesundheitsamt Dachau bietet kostenlose Beratungen für sehbehinderte Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern vor Ort an. Diese werden von erfahrenen Sehbehinderten-Pädagogen des Sehbehindertenzentrums Südbayern aus Unterschleißheim bei München durchgeführt. Die Beratungstermine können Sie der Übersicht am Seitenende entnehmen. Wir bitten um Voranmeldung ! Bitte bringen Sie einen Befundbericht des behandelnden Augenarztes mit.
Die Beratungen haben das Ziel, sehbehinderten Kindern zu helfen, im familiären und schulischen Alltag mit ihrer Behinderung bestmöglich fertig zu werden. Sie sollen eine ergänzende Maßnahme zur augenärztlichen Untersuchung bei Kindern darstellen, bei denen trotz therapeutischer Maßnahmen (z.B. Brillenverordnung) mit Schwierigkeiten bei der Integration zu rechnen ist. Sie sind also als pädagogisch-psychologische Hilfen anzusehen und keinesfalls als Ersatz für die immer erforderliche augenärztliche Diagnostik und Therapie.
Sieht Ihr Kind normal ?
Liebe Eltern,
gutes Sehen ist für Kinder noch wichtiger als für Erwachsene. Schlechtes Sehen und zu spät entdeckte Augenfehler, wie zum Beispiel Schielen, gefährden die Entwicklung Ihres Kindes und verderben den Spaß an unbeschwertem Spielen. Denn schlechtes Sehen kann folgendes bewirken:
| allgemeine Unsicherheit |
Entwicklungsstörungen |
Lernschwierigkeiten |
| erhöhte Unfallgefährdung |
Unsicherheit im Straßenverkehr |
Deshalb die Bitte an Sie: Teilen Sie den geringsten Verdacht, daß Ihr Kind schlecht sieht oder schielt, unbedingt Ihrem Arzt mit! Sehstörungen lassen sich um so leichter korrigieren oder ganz beheben, je früher sie entdeckt werden.
Regelmäßige Augenuntersuchungen und Sehtestkontrollen sind bei jedem Kind in den ersten vier Lebensjahren von größter Wichtigkeit.
Manche Kinder werden mit einem Sehfehler geboren. Sie als Eltern können angeborene Sehfehler am ehesten bemerken.
1. Lebensjahr
Ist Ihr Kind noch ein Baby, dann sprechen Sie unbedingt mit einem
Arzt.
Wenn es am Ende des ersten Monats beim An- und Ausknipsen einer Taschenlampe neben seinem Köpfchen nicht eine neugierige ruckartige Augenbewegung zum Licht hin macht. |
wenn die Augen auch ohne Weinen öfter tränen |
wenn seine Pupillen grau-weißlich aussehen |
wenn es am Ende des vierten Monats einen bunten Gegenstand (eine Kinderrassel, ein Wuscheltier oder eine Kaspergruppe), den Sie vor seinen Augen hin- und her spazieren lassen, nicht beachtet |
wenn es ständig schielt |
wenn es ab dem sechsten Monat an vorgehaltenen Gegenständen noch vorbeigreift |
wenn es auffallend große Augen und gleichzeitig Scheu vor hellem Licht hat |
wenn es sein Köpfchen zwanghaft schief hält. |
Diese Auffälligkeiten können "Alarmzeichen" sein.
Ab dem zweiten Lebensjahr
Ist Ihr Kind bereits älter, dann sprechen Sie unbedingt mit Ihrem
Arzt,
wenn es gelegentlich schielt |
wenn es oft die Augen zusammenkneift |
wenn es häufig die Augen reibt |
wenn es oft über Kopfschmerzen klagt |
wenn es große Schwierigkeiten beim Ballfangen hat |
wenn es stets zu dicht an den Fernsehschirm heranrückt |
wenn es häufig falsch von der Wandtafel abschreibt |
wenn es im Heft unter oder über die Linie schreibt |
wenn es ständig mit der "Nase" schreibt und liest. |
In all diesen Fällen sollte abgeklärt werden, ob ein Sehfehler die Ursache ist.
Bei einer Brillenverordnung
Bekommt Ihr Kind eine Brille verordnet, dann sollten Sie, liebe
Eltern, alles tun, damit Ihr Kind die Brille auch unbefangen trägt. Dazu ein paar
Tipps:
Erklären Sie Ihrem Kind, weshalb es eine Brille tragen soll |
Lassen Sie Ihr Kind beim Aussuchen der Brillenfassungen mitreden. Eine Brille, die ihm gefällt, wird es lieber tragen |
Zeigen Sie Ihrem Kind, daß ihm mit der Brille vieles besser gelingt |
Vermeiden Sie es, Ihr Kind ständig zu ermahnen, wegen der Brille vorsichtig zu sein, damit es sie unbeschwert trägt. |
Augenuntersuchungen beziehungsweise Sehtests werden vom Arzt
bei den Kinderfrüherkennungsuntersuchungen U 2 bis U 8 |
bei den Untersuchungen im Kindergarten durch das Gesundheitsamt |
bei den Untersuchungen vor Schuleintritt durch das Gesundheitsamt |
durchgeführt.
Liebe Eltern, nutzen Sie diese Gelegenheit zur Früherkennung von
Sehstörungen, da Sehstörungen die Entwicklung Ihres Kindes ernsthaft gefährden!
Besuchen Sie uns an einem der nächsten Beratungs- und Testtermine im
Gesundheitsamt Dachau
an der
Dr.-Hiller-Straße 36.
Wir bitten
um Voranmeldung -
Beratungstermine
werden nur nach Voranmeldung
vergeben !