Beratung für Hörbehinderte
durch die pädoaudiologische Beratungsstelle mit Testung des Gehörs
Hört Ihr Kind normal ?
Spricht Ihr Kind altersgemäß ?
Information für Eltern

Wenn Sie Zweifel an der altersgerechten Entwicklung des Gehörs Ihres Kindes haben vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Frau Ackermann unter gesundheitsamt@garmisch-partenkirchen.com oder rufen Sie an unter 08821 / 71024 !

Gesundheitsamt, Partnachstraße 26,  82467 Garmisch-Partenkirchen

Liebe Eltern,

Hören und Sprechen sind zwei der wichtigsten Fähigkeiten im Leben des Kindes, die eng miteinander verbunden sind.

Hört ein Kind nicht richtig, lernt es nicht richtig sprechen

Ist ein Kind gehörlos, lernt es ohne fremde Hilfe überhaupt nicht sprechen

Bleibt die Sprachentwicklung aus oder ist sie gehemmt, wird zugleich die geistige Entwicklung beeinträchtigt.

Die Fähigkeit, Sprache zu erlernen, ist in den ersten Lebensjahren am größten. Im allgemeinen ist mit vier Jahren der Sprachaufbau abgeschlossen. Achten Sie deshalb von Anfang an darauf, ob Ihr Kind

gut hört
altersgemäß spricht,

denn je früher eine Störung erkannt wird, desto besser können Fachleute helfen.

Vereinbaren Sie bitte gegebenenfalls einen Beratungstermin unter 08821 / 751500

Folgende Hinweise sollen Sie zur Beobachtung anregen:

1. Lebensjahr
Ein gesundes Baby nimmt Geräusche und Laute seiner Umwelt wahr. Es reagiert mit einer Änderung des Ausdrucks oder mit Kopfdrehen

wenn Sie leise auf den Tisch klopfen

wenn Sie Pergamentpapier zerknittern

wenn Sie die Babyrassel oder einen Schlüsselbund schütteln

es erschrickt bei einem plötzlichen Geräusch

es wendet sich einem Glöckchen zu, das neben oder hinter seinem Kopf (außer Sicht) erklingt

es beginnt zu lallen (mamm - mamm - mamm...)

Sie können diese Reaktion nicht erwarten, wenn das Baby schläfrig, aufgeregt oder unzufrieden ist. Wiederholen Sie in diesen Fällen die Versuche zu anderen Zeiten, aus unterschiedlichen Richtungen und unterschiedlichen Entfernungen !

Vereinbaren Sie bitte gegebenenfalls einen Beratungstermin unter 08821 / 751500

2. Lebensjahr

Das Baby findet Spaß daran, Gegenständen Töne und Geräusche zu entlocken (läuten, klopfen, schlagen)

es hört auf das Ticken einer Uhr, die an sein Ohr gehalten wird

wiederholt Silben (ba-ba-ba...)

plappert, als wolle es sich verständlich machen

hört einer Unterhaltung zu

reagiert durch Gesten auf die Frage "Wo ist?"

ahmt ein oder zwei Worte nach

Vereinbaren Sie bitte gegebenenfalls einen Beratungstermin unter 08821 / 751500

1 bis 2 Jahre
Das Kind lernt Worte verstehen, nachsprechen und gebrauchen.

Sprechen Sie dem Kind einzelne Worte vor (Mama, Papa, Ball, Auto...) und lassen Sie die Worte nachsprechen

sprechen Sie leise aus 1 1/2 Meter Entfernung den Namen des Kindes

singen Sie leise ein Lied aus 2 - 3 Meter Entfernung, ab zwei Jahren aus 4 - 6 Meter Entfernung

geben Sie dem Kind leise Anweisungen aus 1 Meter Entfernung (gib den Ball der Mamma, gib mir das Auto...)

stellen Sie fest, ob das Kind das Telefon oder die Türklingel läuten hört.

Vereinbaren Sie bitte gegebenenfalls einen Beratungstermin unter 08821 / 751500

2 bis 4 Jahre

Das Kind fragt nach den Namen für die Dinge seiner Umwelt

es spricht Sätze, die zunächst nur aus 2 bis 3 Worten bestehen

die Stimme des Kindes klingt jetzt melodisch, nicht eintönig.

Sind Sie durch die Reaktionen Ihres Kindes verunsichert, dann ziehen Sie unbedingt den Hausarzt beziehungsweise einen Kinderarzt oder Hals-Nasen-Ohrenarzt zu Rate ! Es sollte abgeklärt werden, ob ein Hörschaden vorliegt. Hörschäden können durch Erkrankungen des Gehirns, ansteckende Kinderkrankheiten (Masern, Mumps und Scharlach) und chronische Ohrenentzündungen hervorgerufen werden.

Wird ein Hörschaden vom Arzt festgestellt, muß die medizinische Behandlung durch eine fachpädagogische Betreuung ergänzt werden. Pädagogische Frühförderung wird, falls notwendig, ab dem 1. Lebensjahr durchgeführt, um eine optimale Entwicklung des Kindes zu gewährleisten. Die fachpädagogische Betreuung vermittelt des Arzt beziehungsweise das örtlich zuständige Gesundheitsamt

weiterführende Informationen:

Weitere Hinweise zum Hörsprechtag
Schwerhörigkeit: Zu selten frühzeitig erkannt

 


► Seitenanfang
 
► Beratung Übersicht
► Lärm